3 Gründe für die Faszientherapie - Rolfing

Es gibt drei Gründe, warum die Faszientherapie Rolfing genutzt wird:

  1. Schmerzen
  2. Effizienz
  3. Wohlbefinden

Schmerzen: Schmerzen hinterlassen Spuren im Gewebe und dadurch ganz direkt auch in unserer Haltung. Zudem schränken wir unsere Bewegungsvielfalt durch Schmerzvermeidung immer mehr ein. Im Folgenden erhöhen wir den Verschleiß im verbleibenden Bewegungsspiel. Um hier Erleichterungen zu verschaffen, arbeitet Rolfing sowohl auf der Ebene des Gewebes als auch der Koordination.

Effizienz: Sie wollen Ihre persönliche Leistung verbessern. Dann kann Rolfing dazu beitragen, dass Sie Ihren Körper effizienter nutzen können, indem Sie Ihre Bewegungsenergie verlustfreier einsetzen.

Wohlbefinden: Rolfing soll sich gut anfühlen und dadurch neue Haltungsmuster nachhaltig ermöglichen. Somit kann Rolfing eine wohlige und interessante Entdeckungsreise im eigenen Körper sein.

Was ist Rolfing

Rolfing ist eine manuelle Behandlungsmethode, um Blockierungen im Fasziensystem systematisch zu beseitigen. Damit werden indirekt Blockaden des Bewegungsapparates verringert. Dazu sucht Rolfing methodisch Verspannungen im Muskelsystem auf und reduziert deren Grundspannung. Zusätzlich kann dieser Behandlungsansatz sehr gut auf Nerven und Organe erweitert werden. Der ganzheitliche, unterstützende Ansatz ermöglicht das große Anwendungsgebiet von Rolfing, das vom Einsatz als Schmerztherapie bis zum Wohlempfinden des eigenen Körpers reicht.

Faszien - warum dieser Hype

Faszien - Verbindungen schaffen
Puzzleteil ohne Verbindungen sind wertlos

Faszien heißen zu Deutsch Bindegewebe. Und dies ist auch eine ihrer Hauptaufgaben, nämlich Strukturen, z.B. Muskeln zu verbinden.

Historisch betrachtet waren immer die Strukturen wichtig und interessant, nicht aber das sie verbindende Gewebe, das Bindegewebe, sprich: die Faszien. Es ist wie bei einem Puzzle: man kann sich ganz auf die einzelnen Teile konzentrieren, die Form, die Farbe usw. Doch erst die Verbindung gibt den Puzzleteilen ihren Halt und ihre Position im Gesamtbild.

Daraus ergibt sich, dass es zwei gleichwertige Sichtweisen auf solch ein Puzzle gibt. Entweder ist das Puzzleteil defekt oder die Verbindung zu seiner Umgebung. Oder, um es auf unseren Körper zu beziehen, entweder liegt das Problem in der Struktur, einem Muskel oder in der Verbindung, einer Faszie.

Faszien – Weiterleitung von Informationen
Ein Netz zur schnellen Übertragung

Wenn man erst einmal den Gedanken aufgreift, dass Verbindungen wichtig sind, weil sie Strukturen und Muskeln zueinander ins Verhältnis setzen, dann stellt sich doch auch die Frage, wieweit diese Verbindungen reichen.

Im Körper spannen sich diese Faszien nicht nur zwischen benachbarten Strukturen, sondern bilden ein dichtes Netz, das lokal also auch über Gelenke und Organe hinweg Verbindungen herstellt.

Und diese Verbindungen werden zur Weiterleitung von Informationen genutzt. Diese Erkenntnis ist neu, denn für die Informationsübertragung halten wir gewöhnlich im Wesentlichen unser Nervensystem für verantwortlich. Doch Faszien können Spannungen rein mechanisch deutlich schneller übertragen als unser Nervensystem.

Schauen wir uns das Beispiel an, dass wir von hinten geschubst werden. D.h., es ist keine Planung unseres Nervensystems im Vorfeld möglich. Unser Körper reagiert, weil sich Spannungen über Faszien in unserem Körper ausbreiten. Das Fasziensystem in unserer Fußsohle wird gedehnt, ebenso die Faszien um unsere Wadenmuskulatur sowie um die rückwärtige Oberschenkelmuskulatur. Diese Spannung überträgt sich über verstärkte Faszien, sogenannten Ligamente bis in ein mehrschichtiges Fasziensystem des unteren Rückens. Die Veränderung der Spannung wird dann von Rezeptoren gemessen und an das Nervensystem weitergereicht, um so zu einer angemessenen Gegenreaktion zu führen. Wir haben also eine gemischte „Signalkette“ aus Faszien, Rezeptoren und Nerven.

Faszien – ein System
Störungen können weit reichen
Während niemand die Bedeutung der Nervenheilkunde in Abrede stellen würde, war doch die Bedeutung des Fasziensystem lange unterschätzt worden. Meist bedarf es einer Reaktion sowohl der Nerven als auch des Fasziensystems. Hier ist vor allem die Schnelligkeit der Übermittlung von Information wesentlich, um wie im Beispiel des geschubst Werdens noch rechtzeitig zu reagieren. Wenn es zu einer Störung, zu einer Verletzung oder Operation kommt, dann hat das auch immer Einfluss auf unser Fasziensystem! Auch Krafteinwirkungen, die keine offensichtliche Verletzung produzieren, z.B. der Sturz vom Pferd ohne Brüche, der Auffahrunfall ohne Verletzung, verzerren das Netz der Faszien.
Fazit
Erkenntnisse für die Therapie
Die Faszientherapie Rolfing ist vor allem dann sinnvoll wenn

  • Störungen über längere Zeit hinweg bestanden haben
  • große Kräfte das Fasziennetz verzerrt haben
  • Schonhaltungen lange eingenommen wurden

Die Methode, die Sitzung, der Rolfer

Details über Faszientherapie Rolfing

Rolfing 10er Serie

Was hat die Rolfing 10er Serie mit Frühjahrsputz zu tun? Kurzum, im Frühjahr wollen Sie sich vom Ballast der dunklen Jahreszeit befreien und in hellere Tage starten. Dabei gehen Sie systematisch vor.

Der fehlende Kompass

Nach einem Unfall - wir haben uns z.B. unseren rechten Fuß verstaucht - versuchen wir dem Schmerz auszuweichen und nehmen ganz unterschiedliche Schon- und Schutzhaltungen ein. Deshalb treten wir vielleicht nicht mit dem ganzen Fuß auf oder wir heben eine Schulter an oder wir atmen nicht mehr ganz aus.

Ist Rolfing schmerzhaft

Nein, dennoch gibt immer noch das Missverständnis, dass Rolfing so schmerzhaft ist, dass man eigentlich vom Tisch springen will. DAS IST FALSCH! Richtig ist, dass es im Rolfing eine breite Palette an Intensitäten gibt. Dies führt jedoch auch zu dem Irrglauben, dass die Berührung immer intensiv sein muss, frei nach dem Motto:„Viel hilft viel“.

Faszien

Rolfer arbeiten mit Faszien - seit 50 Jahren.

Faszienfitness, Faszienyoga, Faszienroller, Fasziengesundheit - mit einmal sind sie alle da, wo Rolfer schon immer waren. Und folglich beanspruchen jetzt viele, die Ersten, die Ursprünglichen, die Modernsten zu sein. Zunächst ist es vor allem aus Rolfing-Sicht gut, dass mit Faszien überhaupt gearbeitet wird und dass über diese Arbeit intensiver als zuvor geforscht wird.

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